Über Schergengrub



Unser Ferienbauernhof hat eine fast 700 jährige Tradition und steht in enger Verbindung mit der Burg Neurandsberg. Diese wurde um 1330 von Friedrich dem Rampsberger in der Nähe der Burg Altrandsberg neu erbaut. Die Burg soll sehr rasch und nach einheitlichem Plan erbaut sein. Auf genau diese Zeit kann auch der Ursprung von Schergengrub datiert werden. Damals benötigte man zum Bau einer Burg natürlich viele Arbeiter. Vorwiegend wurden Strafarbeiter, Kriegsgefangene und Häftlinge (SCHERGEN) für die harte Arbeit eingesetzt. Da der stolze Adel natürlich nicht mit dem Pöbel unter einem Dach hausen wollte wurde in der Talsenke (vulgo. GRUB) eine Art Sträflingslager bzw. Gefängnis eingerichtet. So entstand der Name SCHERGENGRUB. Der Sage nach ist die Burg mit Schergengrub durch einen unterirdischen Tunnel verbunden.

1436 belagert Haimeran Heraus die Burg Neurandsberg und nimmt sie schliesslich für Herzog Albrecht III. ein.

1445 Die Paulsdorfer von Kürn erscheinen als Besitzer.

1550 Die Burg im Besitz der mächtigen und reichen Freiherren von Nothafft. Nach ihnen wird die Burg bayerisches Pflegamt und dient später als Gefängnis.

1633 Die Schweden unter Oberst von Taupadell „der Raubbartl“, erobern und verwüsten die Gegend, so auch die Burg Neurandsberg. Die Burg wird nicht wieder aufgebaut und verfällt. Auch „Schergengrub“ wird nicht mehr als Gefangenenlager verwendet und wird von diesem Zeitpunkt an als Bauernhof genutzt.

1900 Nach mehreren Verkäufen erwarb den Hof Schergengrub um die Jahrhundertwende Franz Xaver Rabenbauer Dieser ehelichte Maria Rabenbauer und die beiden hatten vier Kinder. Er vergrößerte sowohl denn Stall als auch das Haupthaus um ein Stockwerk . Als dieser starb, heiratete seine Witwe Maria Rabenbauer Josef Krotthentaler mit dem sie eine weitere Tochter, Sophie hatte.

1950 Die junge Sophie heiratete Ludwig Aschenbrenner vom Waldschlößl und bald darauf bekamen die beiden Ihre einzige Tochter Marianne. Der Hof Schergengrub wurde als Haupterwerbsbetrieb mit dem Schwerpunkt Milchwirtschaft und Ackerbau geführt.

1986 starb Sophie Aschenbrenner und es kristalisierte sich das Ende des Vollerwerbsbetriebes heraus. Seitdem führte ihre Tochter Marianne Maurer den Hof zusammen mit Ihrem Mann Josef aus 30 Km Entfernung, da Sie mittlerweile Besitzer eines Wellnesshotels waren. Ludwig Aschenbrenner und die treue Seele des Hofes, Sepp Zitzelsberger bewirtschafteten den Hof vor Ort weiter.

1994 war das endgültige aus für die Milchwirtschaft! Alle Tiere wurden verkauft und Äcker und Grünland verpachtet.

1996 Marianne und Josef Maurer beschließen den Hof wieder selbst zu bewirtschaften und beginnen langsam eine Schafzucht aufzubauen.

2006 Marianne und Josef übergeben Schergengrub an Ihren Jüngeren Sohn Ludwig. Dieser baut den Hof um und modernisiert.

2008 Mittlerweile ist das Schergengruber Lamm ein Topprodukt in der internationalen Spitzengastronomie und findet seinen Weg in die Kochtöpfe der Sterneköche im komplett europäischen Raum